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Afrika
Tropen- und Infektionskrankheiten
Wegen zunehmender Fernreisen weltweit, könnten Erreger global auftreten, die sich bisher auf ein Land beschränkt hatten, am Beispiel SARS und der Vogelgrippe aus jüngster Vergangenheit wird uns das deutlich. Tropen- und Infektionskrankheiten sind die mit Abstand häufigsten Todesursachen weltweit. Mit 41% liegen sie deutlich vor der Todesursache durch Herz-Kreislauferkrankungen.
Gerade Tropenkrankheiten werden in Deutschland manchmal nicht rechtzeitig erkannt, weil vielen Medizinern die Zusatzausbildung fehlt und/ oder sie zuwenig Erfahrung auf diesem Gebiet haben.
Ein weiteres Problem bei der Behandlung von Tropen- und Infektionskrankheiten sind die zunehmenden Resistenzen der Erreger gegen Medikamente.
Das RDI- Pilotprojekt mit seinem tropenmedizinisch ausgerüsteten Labor und geschulten Personal stellt, neben der Entwicklungshilfe, auch für die medizinische Wissenschaft und Forschung eine Basis auf entsprechendem qualitativem Niveau da.
Damit Sie, liebe Besucher, sich einen kleinen Überblick verschaffen können von welcher Art Tropen- und Infektionskrankheit auch Sie bedroht sein können, hier ein kurze Zusammenfassung der häufigsten Krankheiten.
AIDS:
Das Acquired Immune Deficiency Syndrom ist eine chronische, lebensbedrohliche Immunschwächekrankheit.
Das Human Immunodeficiency Virus (HI-Virus) schädigt oder zerstört Zellen der Immunabwehr, wodurch der Körper harmlose Infektionen nicht oder nur sehr schwer noch bekämpfen kann auch für bestimmte Krebsarten wird der Körper empfänglicher.
Vorkommen: Die ersten AIDS Erkrankungen wurden vor ca. 20 Jahren bekannt und seitdem hat sie sich zu einer globalen Epidemie entwickelt (siehe Tabellen).
Im Jahr 2004 starben allein 510.000 Kinder weltweit an AIDS. In Deutschland betrug die Zahl der AIDS Infizierten im Jahr 2004 ca. 44.000 Menschen, davon waren 34.000 Männer, 9.500 Frauen und ca. 300 Kinder betroffen.

Ansteckung: Die häufigste Übertragung des HI-Virus geschieht durch Geschlechtsverkehr mit infizierten Menschen, aber auch durch infektiöses Blut über verschmutzte Nadeln oder Spritzen kann das Virus übertragen werden. Infizierte Mütter können das HI-Virus während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen auf ihr Kind übertragen.
Symptome: 1. Stadium; bei ca. 70-90% aller Infizierten treten 6 Tage bis 6 Wochen nach der Ansteckung grippe- ähnliche Beschwerden, geschwollene Lymphknoten sowie Ausschlag auf.
2. Stadium; für ca. acht bis neun Jahre gibt es keine Symptome oder Beschwerden, allerdings vermehrt sich das Virus weiter und zerstört oder beschädigt die Immunzellen.
3. Stadium; etwa 40% der Infizierten haben Lymphknotenschwellungen.
4. Stadium; nach etwa 10 Jahren ist das Immunsystem so schwer geschädigt, dass sich folgende Symptome zeigen: Nachtschweiß, Fieber, Durchfall, trockener Husten und Atemnot, Gewichtsverlust und chronische Müdigkeit. Diese Symptome werden als HIV- assoziierte Erkrankungen bezeichnet. Kommt eine Lungenentzündung oder eine bestimmte Krebsart hinzu, so spricht man vom AIDS Vollbild. Weltweit ist Tuberkulose die häufigste Krankheit, die mit HIV assoziiert ist.
Diagnose: Durch Blutuntersuchung.
Therapie: In den vergangenen Jahren wurde viele Medikamente zur Behandlung von HIV entwickelt und ebenfalls zur Therapie der so genannten HIV- assoziierten Erkrankungen. Das Ziel, die Virusmenge im Blut zu senken, wird oft durch eine Gabe in Kombination von 3 unterschiedlichen Medikamenten zu erreichen versucht. Problem dabei ist, diese Medikamente haben eine starke Nebenwirkungen und es für den behandelnden Arzt oft eine Gradwanderung bedeutet zwischen einer hohen Medikamentendosis und noch einem erträglichen Maß an Nebenwirkungen zu dosieren. Außerdem haben sich in der letzten Zeit schon einige Medikamentenresistenzen entwickelt.
Ein Medikament das AIDS heilt wurde bisher nicht entwickelt.
Malaria:
Auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt, ist die häufigste Tropenkrankheit die durch einzellige Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen wird. Es werden 4 verschiedene Erreger genannt die für den Menschen gefährlich sind, dazu gehört Plasmodium falciparum, Plasmodium vivax, Plasmodium oval und Plasmodium malariae. Dabei ist das Plasmodium falciparum das gefährlichste für den Menschen und kann unbehandelt in 30% der Fälle zum Tod führen.
Malaria wird ebenso als armutsbedingte Krankheit bezeichnet, weil von dieser Krankheit hauptsächlich arme Menschen betroffen sind, die über wenig Kaufkraft verfügen und folglich keinen attraktiven Markt bilden.??????????????????
Zurzeit gibt es noch keinen Impfschutz gegen Malaria.
Vorkommen: Malaria ist eine Erkrankung der Tropen und Subtropen. Im subsaharischen Afrika überwiegt Plasmodium falciparum deutlich vor allen anderen Plasmodienarten. Außerhalb dieser Gebiete wird die Krankheit durch Flugreisende eingeschleppt, die in ihrem Reisegepäck unabsichtlich einen infizierten Moskito mitbrachten. Weltweit erkranken jährlich zwischen 300 und 500 Millionen Menschen an Malaria. Es sterben jährlich 1,5 bis 2,7 Millionen Menschen, die Hälfte davon Kinder unter 5 Jahren an Malaria und 90% davon leben in Afrika. 2003 starben täglich ca. 3000 Kinder unter 5 Jahren an Malaria in Afrika. Etwa 20% der Weltbevölkerung leben in malariaverseuchten Gebieten. Ca. 900 Malariaerkrankungen werden jedes Jahr in Deutschland gemeldet, davon sterben 3-8 Menschen an dieser Krankheit. Ca. 87% der deutschen Malaria Patienten waren vorher in Afrika.
Ansteckung:

Malaria wird durch den Stich der weiblichen Stechmücke (Moskito) der Gattung Anopheles übertragen. Die Erreger werden mit dem Speichel der Mücke in das Blut den Menschen übertragen und vermehren sich innerhalb seiner Leberzellen.
Symptome: Malaria beginnt häufig mit schlagartigen Kopf- und Nackenschmerzen, Frösteln und Hitzegefühl und deutlichem Fieber. Der Beginn einer Malaria ist also kaum von einer Grippe zu unterscheiden. Erst rhythmische Fieberschübe, die je nach Erreger unterschiedlicher Dauer sind, geben Aufschluss auf die Art der Malaria, außer bei der Malaria Tropica (Plasmodium falciparum). Bei der Malaria Tropica können die Fieberschübe ausfallen oder unregelmäßig auftreten.
Später zeigt sich durch Zerfall der roten Blutkörperchen eine Anämie. Bei der Malaria Tropica können sich unbehandelt innerhalb der nächsten Tage schwere, meist tödliche Komplikationen entwickeln z.B. die „Gehirnmalaria“ beginnend mit Benommenheit bis Verfall ins Koma. Weiter können Schäden an den Nieren, des Herzens, des Magen-Darm-Traktes und der Lunge entstehen.
Diagnose: Die einfachste und schnellste Art ist der mikroskopische Nachweis der Malariaparasiten im Blut (Dicken Tropfen).
Therapie: Es stehen diverse Medikamente zur Behandlung der Malariaarten zur Verfügung. Vorsicht ist jedoch geboten, da in den verschiedenen Malariaregionen bereits diverse Resistenzen bekannt sind.
Vorbeugung: Auch hier sollte sich jeder vorher über die Resistenzen in dem von ihm zu bereisenden Land erkundigen (Tropenmediziner- oder Kliniken, Gesundheitsamt).
Auf dem pharmazeutischen Markt gibt es diverse prophylaktische Medikamente, die jedoch keinen 100%igen Schutz gegen eine Malariainfekton geben.
Dengue-Fieber:
Dengue-Fieber zählt zur Gruppe der hämorrhagischen Fieber d.h. Fieber mit Blutungsneigung was allerdings nicht bei jeder Erkrankung eintritt.
Dengue-Fieber ist eine in den Tropen weltweit verbreitete Virusinfektion, an der jährlich mehrere Millionen Menschen erkranken.
Vorkommen:
Weltweites Aufkommen des Dengue-Fiebers

Die Infektion tritt sporadisch oder als Epidemie in Südostasien, auf dem indischen Subkontinent, im Pazifikraum, in der Karibik, im tropischen Afrika sowie Mittel- und Südamerika auf.
Laut Schätzung der WHO (Welt Gesundheits- Organisation) beträgt die Zahl der weltweiten Erkrankungen ca. 50 Millionen jährlich mit zunehmender Tendenz. In den Dengue-Fieber-Infektionsgebieten zählt diese Krankheit zu den häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern. Mehrere hunderttausend Erkrankungen verlaufen jedoch in der schweren hämorrhagischen (blutigen) Form, an der ca. 20.000 Menschen jährlich sterben.
Durch Fernreisende wird das Dengue-Fieber immer häufiger auch nach Deutschland eingeschleppt. Im Jahr 2001 wurden 231 Erkrankungen in Deutschland bekannt.
Ansteckung: Das Dengue-Virus ist der Erreger dieser Krankheit. Das natürliche Reservoir des Erregers ist der Mensch. Durch den Stich verschiedener Moskitos wird der Erreger somit praktisch von Mensch zu Mensch übertragen.
Symptome: Es werden 3 unterschiedliche Krankheitsformen unterschieden. 1. Klassisches Dengue-Fieber; beginnt mit grippalen Beschwerden wie hohes Fieber, Schüttelfrost, Bindehautentzündung, Kopf- und Gliederschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Durchfall, diese ersten Beschwerden können oft sehr heftig sein. Nach kurzer Zeit kommt es zu einem raschen Abfall des Fiebers und nach ein bis zwei Tagen steigt es wieder an. In dieser Zeit lassen sich die Erreger mit spezial Methoden im Blut nachweisen. 2. Milde atypische Form; die Symptome sind ähnlich die der klassischen Form, nur milder und kürzer. 3. Duenge-hämorrhagisches-Fieber oder Dengue-Schock-Syndrom; oft tritt dieses Krankheitsbild bei Kindern auf, oder bei einer Zweitinfektion, wenn ein anderer Virustyp diese ausgelöst hat. Nach der o.g. ersten Krankheitsphase kommt es nach 1-3 fieberfreien Tagen zu einem weiteren Schub. Neben dem hohen Fieber kommen jetzt innere Blutungen dazu die sich in Bluterbrechen und manchmal auch blutigen Durchfällen äußern. Bei schweren Blutungen kann es zum Schock kommen, der meist einen tödlichen Ausgang hat. 6 bis 20% der Erkrankten mit diesem schweren Krankheitsbild sterben, meistens kleine Kinder.
Diagnose: Durch den Erregernachweis im Blut.
Therapie: Eine spezielle Therapie gegen das Dengue-Fieber existiert noch nicht. Es erfolgt eine symptomatische Behandlung.
Eine Impfung gegen das Dengue-Virus gibt es nicht.
Marburg-Fieber:
Ist ebenfalls ein Virusbedingtes hämorrhagisches Fieber d.h. Fieber mit Blutungsneigung aus dem afrikanischen Regenwald. Der Marburg-Virus ist dem Ebola-Virus sehr ähnlich ebenso die beiden Krankheitsverläufe. In Deutschland trat das Marburg-Fieber erstmals 1967 in Marburg auf, daher auch der Name.
Vorkommen:
Ausbreitung des Marburg-Virus 2005 in Angola.

Beim ersten Auftreten des Fiebers 1967 in Deutschland und Jugoslawien erkrankten 31 Menschen von denen 7 verstarben.Ursprünglich kommt die Infektion aus Afrika aus den Ländern, Uganda, West Kenia und Zimbabwe. Im März 2005 wurde das Marburg-Virus in mehreren Todesopfern in Angola entdeckt. Im April hatte sich die Krankheit schon auf 7 Provinzen Angolas ausgeweitet. Bis dahin starben bereits über 215 Angolaner an dieser Krankheit, zumeist Kinder unter 5 Jahren. In den Jahren 1998 bis 2000 infizierten sich in der DR Kongo 149 Menschen und es starben 123 an dem Marburg-Fieber. Von Oktober 2004 bis Mai 2005 infizierten sich in Angola 388 Menschen von denen 324 verstarben.
Ansteckung; trotz jahrelanger Forschung ist das natürliche Reservoir (Reservoirwirt) des Marburg-Virus unbekannt. Es wird vermutet, dass sich das Virus in Fledermäusen, Vögeln oder / und Insekten vermehrt. Die Übertragung des Virus erfolgt meist über das Blut, welches höchst infektiös ist, aber auch über andere Körperflüssigkeiten wie „Tröpfcheninfektion“ durch anhusten oder über den Schweiß und sogar über Tränenflüssigkeiten.
Symptome; ca. 5-9 Tage nach der Ansteckung treten grippeähnliche Beschwerden auf (siehe Malaria), weshalb das Marburg-Fieber auch zunächst schlecht von einer Malaria unterschieden werden kann. Hinzukommen Erbrechen und wässriger Durchfall, dann im weiteren Verlauf folgen innere Blutungen. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust können die Menschen innerhalb weniger Tage qualvoll sterben.
Am häufigsten sterben Kinder unter 5Jahren an dieser Infektion.
Diagnose; das Marburg-Virus kann mit einem Elektronenmikroskop im Blut, aber auch aus Organen und Geweben isoliert werden.
Therapie; ein spezielles Medikament gegen das Marburg-Virus existiert noch nicht, somit beschränkt sich die Therapie auf die Behandlung der symptomatischen Krankheits- Erscheinungen, wie den Ersatz des Flüssigkeitsverlustes, Schmerztherapie und Bettruhe.
Ein Impfstoff gegen das Marburg-Fieber existiert noch nicht.
Ebola:
Ebola gehört auch zur Gruppe der hämorrhagischen Fieber und ist dem Marburg-Fieber recht ähnlich.
Vorkommen; 1976 erkrankten in Zaire und im Sudan ca. 602 Menschen an Ebola uns es starben davon 430. 1979 erkrankten wieder im Sudan 34 Menschen davon starben 22. 1994 erkrankten in Gabun 44 Menschen und 28 starben. 1995 erkrankten in Zaire 315 Menschen und 244 starben. Bis Oktober 2001 erkrankten in ganz Afrika ca. 1.479 Menschen an Ebola wobei ca. 988 davon an der Krankheit starben.
Ansteckung; trotz jahrelanger Forschung ist das natürliche Reservoir (Reservoirwirt) des Ebola-Virus unbekannt. Die Ansteckung verläuft wie die bei dem Marburg-Fieber (siehe dort).
Symptome; ca. 9-16 Tage nach der Ansteckung treten zunächst ähnliche Symptome wie bei dem Marburg-Fieber auf (siehe dort). Zusätzliche Symptome sind Haut- und Schleimhautblutungen, weil die Infektion sich auf den gesamten Organismus ausbreitet und auch die kleinsten Blutgefäße (Kapillargefäße) zerstört. Insbesondere führen Blutungen im Magen-Darm-Kanal, in der Lunge und der Milz zum Tode.
Diagnose:
Mikroskopaufnahme des Ebola-Virus.

Das Ebola-Virus kann im Labor im Blut, Speichel und Urin nachgewiesen werden.
Therapie; ein spezielles Medikament gegen das Ebola-Virus existiert noch nicht, somit beschränkt sich die Therapie auf die Behandlung der symptomatischen Krankheits- Erscheinungen.
Ein Impfstoff gegen Ebola existiert noch nicht.
Cholera:
Cholera ist eine schwere bakterielle Infektionskrankheit und befällt vorwiegend den Dünndarm. Unbehandelt führt Cholera zu 60% zum Tod.
Vorkommen:
Weltweites Cholera Aufkommen.
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1992 wurde in 68 Ländern der Welt 761.783 Cholera-Errankungen gemeldet von denen 8.000 tödlich verliefen.
Ansteckung; Durch Stuhl verunreinigtes Wasser, seltener durch verunreinigte Nahrung, gelangen die Cholerabakterien in den Magen-Darm-Trakt des Menschen.
Symptome; Zum Ausbruch der Krankheit kommt es nach 2-3 Tagen, dann verläuft sie meist in 3 Stadien: 1. Stadium, Brechdurchfall wobei der dünnflüssige Stuhl mit Schleimflocken belegt ist (Reiswasserstuhl), Bauchschmerzen sind eher seltener zu beobachten. 2. Stadium, die Austrocknung des Körpers (Exsikkose), der Erkrankte hat Untertemperatur und durch die Austrocknung einen auffälligen Gesichtsausdruck, mit spitzer Nase und eingefallenen Wangen. Hebt man die Hautfalten an so bleiben diese stehen. 3. Stadium, mit allgemeiner Körperreaktion wie Fieber, Benommenheit, Verwirrtheit, Koma und Hautausschlag.
Diagnose; durch bakteriologischen Erregernachweis im Stuhl.
Therapie; der Ersatz der verlorenen Flüssigkeit, durch die Verabreichung von Salz- und Zuckerlösungen, ist die wichtigste und erste Maßnahme. Bei schweren Verläufen ist außerdem ein Antibiotikum zu verabreichen. Durch diese Maßnahmen kann die Sterblichkeitsrate von über 60% zu unter 1% gesenkt werden.
Einen Impfschutz gegen Cholera gibt es.
Gelbfieber:
Gelbfieber wird auch schwarzes Erbrechen genannt und ist eine akute und fieberhafte Virusinfektion und gehört ebenfalls zu den hämorrhagischen Infektionskrankheiten (siehe oben). Ursprünglich wurde sie nur in Afrika nachgewiesen.
Vorkommen:
Aufkommen von Gelbfieber in Afrika.

Gelbfieberinfektionen treten hauptsächlich in den tropischen und subtropischen Gebieten Südamerikas und Afrikas auf. In der Jahren von 1985 bis 1996 wurden weltweit 23.540 Gelbfieberfälle registriert wovon 6.420 tödlich endeten, allerdings geht man von einer größeren Anzahl von Gelbfiebererkrankungen, weil möglicherweise nicht alle gemeldet wurden. Im Oktober 2001 erkrankten an der Elfenbeinküste 203 Menschen am Gelbfieber, wobei 21 dieser Menschen verstarben. Eine rechtzeitige Massenimpfung von 2,6 Millionen Menschen innerhalb weniger Tage verhinderte eine Epidemie. Jährlich gibt es ca. 200.000 Erkrankungen und 30.000 Todesfälle, 90% davon in Afrika.
Ansteckung; Der Gelbfieber-Virus wird durch den Stich der Gelbfiebermücke übertragen.
Symptome; die Krankheit kann unterschiedlich verlaufen, von leichten Fällen, die kaum diagnostiziert werden bis zu recht scheren Fällen mit einer Sterblichkeitsrate von 50%. 1-2 Tagen nach der Ansteckung treten Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, verlangsamter Puls, Übelkeit und Erbrechen auf, die nach einigen Tagen wieder abklingen können. Bei etwa 15% der Erkrankungen tritt eine zweite Phase ein, mit erneuten Fieberanstieg, Leberschwellung, Gelbsucht und Bluterbrechen.
Diagnose; hauptsächlich in der zweiten Phase der Erkrankung wir die Diagnose auf Grund des Beschwerdebildes gestellt, ebenso kann auch der Gelbfieber-Virus im Blut nachgewiesen werden.
Therapie; da es noch kein gezieltes Medikament gegen das Virus gibt wird die Symptomatik des Gelbfiebers behandelt.
Es gibt einen gut verträglichen und sehr effektiven Impfstoff.
Schlafkrankheit:
Die Schlafkrankheit ist eine tropische Parasiteninfektion, die in 2 unterschiedlichen Erregertypen eingeteilt ist. 1. Trypanosoma brucei gambiense ist der Erreger der Westafrikanischen Schlafkrankheit. 2. Trypanosoma brucei rhodesiense ist der Erreger der Ostafrikanischen Schlafkrankheit.
Vorkommen; vorwiegend im tropischen Afrika in Feuchtgebieten, wie Flussläufen und Sümpfen, doch sie kommt auch in trockenen Savannenlandschaften vor z.B. in der Kalahari. Mehr als 500.000 Menschen sind von der Schlafkrankheit betroffen, mit zunehmender Tendenz.
Ansteckung:

Die Tsetsefliege ist Überträger der Schlafkrankheit. Mit dem Fliegenspeichel gelangt der Erreger in den menschlichen Körper. Der Stich ist recht schmerzhaft und kann durch Textilien durch gehen. Durch einen Stich gelangen mehrere tausend Erreger in den menschlichen Körper. Das Infektionsrisiko bei einem Stich von der Tsetsefliege liegt bei etwa 1:100.Das Parasitenreservoir des Erregers der Westafrikanischen Schlafkrankheit ist der infizierte Mensch, das Hausschwein, eine besondere Ratten- und Mäuseart sowie die Antilope. Das Parasitenreservoir des Erregers der Ostafrikanischen Schlafkrankheit findet man zusätzlich noch in der Schirrantilope, dem Hausrind, dem afrikanischen Büffel, der Fleckenhyäne und dem Löwen.
Symptome; der Verlauf der Westafrikanischen Schlafkrankheit ist langsamer und weniger ausgeprägt, als bei der Ostafrikanischen. 1. Stadium: Nach etwa einer Woche kommt es zu einer schmerzhaften Schwellung und Bläschen an der Einstichstelle. Dies tritt aber nur bei 5-20% der Infizierten auf. Nach 2-3 Wochen kommt es zu Fieber mit Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Wasseransammlungen, Jucken und Hautveränderungen und zu Lymphknotenschwellungen. 2. Stadium: Nach ca. 4-6 Monaten, bei der Ostafrikanischen Schlafkrankheit schon früher, dringen die Erreger in das zentrale Nervensystem ein. Es kommen Verwirrtheitszustände, Koordinations- und Schlafstörungen sowie Krampfanfälle hinzu. Im Endstadium befindet sich der Infizierte in einen ständigen Dämmerzustand, der der Krankheit den Namen gab.
Diagnose; im 1. Stadium kann der Erreger mikroskopisch im Blut (dicker Tropfen) nachgewiesen werden, oder auch im Lymphknotengewebe, indem man diesen eine Probe entnimmt. Zum Ausschluss des 2. Stadiums wird Hirnflüssigkeit auf den Erregernachweis untersucht.
Therapie; im 1. Stadium werden Medikamente angewandt, die die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden, jedoch wegen der hohen Giftigkeit der Medikamente wird die Behandlung meist stationär gemacht. Im 2. Stadium werden Medikamente mit Arsenverbindungen angewandt die auf das zentrale Nervensystem wirken, allerdings können diese Medikamente starke Nebenwirkungen auslösen. Die Sterbrate liegt bei ca. 5%.
Ob es inzwischen vorbeugende Medikamente, die einen Schutz gegen die Schlafkrankheit bieten, gibt, ist uns nicht bekannt. Zumindest bis 2004 gab es noch keine.
Anhand dieser 8 kurzen Beispiele wird wohl jedem bewusst, wie wichtig nicht nur die med. Hilfe für von tropischen Infektionskrankheiten betroffenen Menschen ist, sondern auch wie notwendig die wissenschaftliche Erforschung auf diesem Gebiet selbst für Menschen in Deutschland ist. Riverboat-Doctors-International. ^ Zum Seitenanfang ^ |